• Nano Server
  • Hyper-V Containers
  • Rolling Hyper-V Cluster upgrade
  • Production checkpoints
  • Nested Virtualization
  • Weiterentwickeltes Hyper-V Backup
  • Hot add / remove von Virtual Memory
  • Hot add / remove von Virtual Netzwerk Adapter
  • Virtual TPM
  • Neuerungen im Update von VM Drivers (Integration Services)
  • New Virtual Machine Configuration File Format
  • Windows PowerShell Direct

Ein Überblick über einige Neuerungen im Windows Server 2016 Hyper-V (TP3).

Nano Server

Nano Server können als Hyper-V Hosts dienen, können aber auch in virtuellen Maschinen laufen.

Hyper-V Containers

Die Containertechnologie läuft hier in einer virtuellen Maschine.
Vorteil dabei sind die Kernel-Isolation und die Abtrennung vom Version- und Patch-Levels des Hosts.

Rolling Hyper-V Cluster upgrade

Dieses Feature ermöglicht alle Server eines Clusters ohne Downtime upzugraden.
Wird ein Windows Server 2016 zu einem Hyper-V CLuster hinzugefügt, so läuft dieser unter Windows Server 2012R2 Feature Level bis alle Server und der Cluster Functional Level upgegraded wurden.

Production checkpoints

Mit Production Checkpoints lassen sich "Point In Time" Images von virtuellen Maschinen erstellen.
Dies wird mittels Backup Technologien innerhalb des Gast-Systems bewerkstelligt anstatt bisher mittels der Saved State Technologie.
Für Production Checkpoints werden in Windows Systemen das Volume Snapshot Service (VSS) verwendet, Linux Systeme verwenden statt VSS den System Puffer.
Checkpoints mittels Saved State Technologie lassen sich auch weiterhin erstellen. Die Einstellungen dazu sind in den Eigenschaften jeder VM im Bereich Checkpoints zu finden.

Nested Virtualization

Kurz erklärt:"Run Hyper-V Servers inside Hyper-V Virtual Machines."
Eine Funktion, die ich zu Trainings- und Demo-Zwecken schön öfter gebraucht hätte.
Dazu muß Host- UND Gastsystem Windows Server 2016 sein.

Weiterentwickeltes Hyper-V Backup

Durch Built-in Change Block Tracking und Entkopplung der VM Sicherung vom darunterliegenden Storagesystem läßt Microsoft eine neue Technologie vom Stapel mit verbesserter Verfügbarkeit, Stabilität und Performance.

Hot add / remove of Virtual Machine Memory

Änderungen am zugewiesenen Speicher sind nun auch bei statisch zugewiesenem Arbeitsspeicher im laufenden Betrieb möglich.
Diese Funktion ist auf Gen1 und Gen2 Virtual Machines anwendbar.

Hot add / remove of virtual network adapters

Netzwerkadapter können nun auch im laufenden Betrieb zugewiesen werden.
Für diese Funktion sind Gen2 Virtual Machines notwendig.

Virtual TPM

Windows Server 2016 Hyper-V stellt eine Funktion zur Verfügung wodurch mittels hinzufügen eines virtuellen TPM-Chips zur virtuellen Maschine die Verschlüsselung der VM mittels BitLocker ermöglicht wird.

New way how VM Drivers (integration services) get updated

Mit Windows Server 2016 Hyper-V bringt Microsoft die Möglichkeit VM Drivers (Integration Services) mittels Windows Update und WSUS durchzuführen. Auch müssen die Integration Services des Gastbetriebssystems nicht die selbe Version wie die des Hosts sein; die neueste Version genügt.

New virtual machine configuration file format

Die Konfigurations-Files bekommen ein neues Fileformat.

  • .VMCX (Virtual Machine Configuration) – ersetzt das .xml File
  • .VMRS (Virtual Machine Runtime State) – ersetzt .bin und .vsv Files

Die Umstellung auf binäre Dateiformate sollen die Performance erhöhen und File-Corruption entgegenwirken.
Virtuelle Maschinen mit diesem neuen Konfigurationsformat (Version 6) laufen nicht auf Hyper-V auf Windows Server 2012R2.
Virtuelle Maschinen mit Konfigurationsformat (Version 5) laufen auf Hyper-V auf Windows Server 2012R2 und Windows Server 2016.
Wird eine virtuelle Maschine von einem Hyper-V/Windows Server 2012R2 auf einen Hyper-V/Windows Server 2016 verschoben, so bleibt die Version 5 der Konfigurationsfiles bestehen bis die Version manuell angepaßt wird. Bis dahin sind neu Funktionen der Version 6 nicht verfügbar.

Windows PowerShell Direct

Auf einfache und zuverlässige Art und Weise Windows Powershell-Befehle in einer virtuellen Maschine vom Host-Betriebssystem aus laufen zu lassen. Es sind keine Netzwerk- oder Firewall-Anpassungen oder spezielle Konfigurationen notwendig.
Dieser Zugriff ist auch möglich bei einem Gast-System welches mit keinem virtuellen Switch verbunden ist und arbeitet unabhängig von der Remote-Management-Konfiguration.
Um es zu nutzen können muß Windows 10 oder Windows Server 2016 auf dem Host und dem Gast-Betriebssystem ausgeführt werden.